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Fragen und Antworten / FAQs
zur Erhöhung der Trinkwassergebühren nach der für den 01.01.2020 beschlossenen Wasserversorgungssatzung

Auf dieser Seite finden Sie Antworten zu den häufigsten Fragen die wir erwarten und die uns in den letzten Wochen zum Thema Gebührenerhöhung gestellt wurden.

Diese Seite wird regelmäßig überarbeitet und verbessert. Noch stehen wir mit unseren FAQs (Frequently Asked Questions = Die am häufigsten gestellten Fragen) am Anfang. Wir werden weitere Erfahrungen zu den Ihnen wichtigen Gebührenerhöhungsthemen sammeln und hier aufnehmen.

Wir hoffen aber jetzt schon, dass die Antworten auf die Fragen hilfreich sind und Sie die für Sie wichtige Information oder die zuständigen Ansprechpartner finden können.

Um die Fülle der Fragen etwas übersichtlicher zu gestalten, haben wir versucht, eine Zuordnung zu Themengebieten vorzunehmen.


Gebührenerhöhung

Was kostet Wasser denn so ganz grob pro Jahr?

Jeder Haushalt verbraucht ganz unterschiedlich viel Wasser. Die einen haben einen kleinen Garten, den sie gießen und dessen Wasserverbrauch über einen normalen Zähler abgerechnet wird. Der andere badet vier Mal die Woche und eine Familie mag vielleicht sehr sparsam sein. Die Verbräuche sind dann mal recht hoch und mal recht niedrig. Was ein Haushalt also im Jahr für seinen Wasserverbrauch bezahlt, kann nur sehr grob und als Durchschnittswert angeben werden. Solch ein Wert dient lediglich der Orientierung und kann keine Grundlage für Vergleiche sein.

Im Durchschnitt verbraucht jeder Deutsche am Tag 123 Liter. Auf das Jahr gerechnet also rund 45 Kubikmeter, was in Kassel rund 8 Euro im Monat entspricht. Je nach Wohnsituation wird die Erhöhung im Durchschnitt monatlich etwa 2,5 Euro ausmachen. Die Anpassung kann aber wie gesagt spürbar höher oder niedriger ausfallen. Beide Angaben sind lediglich grobe Richtwerte!

Im Durchschnitt verbraucht jeder Deutsche am Tag:

123 Liter

Ab wann werden die Trinkwassergebühren erhöht?

Ab dem 01.01.2020.

Warum werden die Trinkwassergebühren erhöht?

Mit der Gebührenerhöhung stellen wir sicher, dass Kassels Wasserversorgung auch künftig auf gewohnt hohem Qualitätslevel von heute gewährleistet werden kann. Nach 20 Jahren, in denen die Wassergebühren trotz steigender Kosten stabil gehalten wurden, ist dazu eine Erhöhung der Gebühren notwendig. Aus mehreren Gründen:

  • Die Folgen des Klimawandels, wie der Wechsel von Dürre und Starkregenereignissen, die die Wassergewinnung erschweren.
  • Das wachsende Versorgungsgebiet mit heute rund 1.000 km Wasserleitungen, unterteilt in 46 Druckzonen, muss mit immer höherem Aufwand gepflegt und instandgehalten werden.
  • Die topografischen und historischen Gegebenheiten unserer Region führen zu einem erhöhten Investitionsbedarf  in das Versorgungsnetz. Große Höhenunterschiede müssen überwunden werden.
  • Beengte Verhältnisse im Straßenquerschnitt durch weitere Ver- und Entsorgungsleitungen erhöhen die Baukosten. 
  • Allgemein steigende Lohn-, Energie- und Rohstoffkosten führen zu wachsenden Ausgaben.

Warum verändern sich die Gebühren?

In den letzten 20 Jahren, in denen die Höhe der Wassergebühren gleich geblieben ist, sind auf der anderen Seite die Ausgaben für die Gewinnung und die Bereitstellung des Trinkwassers – also Kosten für Personal, Rohstoffe und Betriebskosten –, kontinuierlich gestiegen. Über Effizienzsteigerungsmaßnahmen konnten wir die steigenden Ausgaben bisher kompensieren. Die Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung sind jedoch inzwischen ausgereizt. Deshalb ist eine Erhöhung der Wassergebühren unumgänglich.

Zahle ich wegen des neuen Gebührenmodells künftig mehr?

Ja, nahezu alle Wasserabnehmer zahlen mit Gültigkeit der neuen Wasserversorgungssatzung höhere Gebühren. Sie können im Schnitt von einer Erhöhung zwischen 30 bis 35 Prozent ausgehen. Allerdings verteilen sich diese Gebühren nun durch die neu eingeführte Gebührenkomponente „Bereitstellungsgebühr“ leistungsgerechter.

Wie ändern sich die Gebühren durch die neue Satzung gegenüber heute?

Das Gebührenmodell – also die Art der Gebührenberechnung – ändert sich grundlegend. Bisher werden eine Grundgebühr (die sich nach der Zählergröße richtet) und Benutzungsgebühren (die sich aus der verbrauchten Wassermenge ergeben) erhoben.

Wassergebühr 2019

Zählergebühr + Benutzungsgebühr x Verbrauch


Im neuen Gebührenmodell werden die beiden bisherigen Gebührenanteile um den Anteil einer Bereitstellungsgebühr ergänzt, welche sich nach der Bebauung des Grundstücks richtet.

Die Bereitstellungsgebühr bildet gemeinsam mit der Zählergebühr die neue Grundgebühr, wodurch diese höher ausfällt, als bisher. Die Benutzungsgebühr sinkt im Gegenzug um 15 Cent pro verbrauchtem Kubikmeter Wasser.

Wassergebühr 2020

Zählergebühr + Bereitstellungsgebühr + Benutzungsgebühr x Verbrauch


Warum ist das Gebührenniveau für Trinkwasser in Kassel so hoch?

Die Wasserpreise bzw. -gebühren unterschiedlicher Städte und Regionen variieren stark. Das liegt daran, dass Wasser kein Gut wie jedes andere ist. Denn den Wasserpreis beeinflussen viele Faktoren, die auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind. Im Wesentlichen sind das die naturräumlichen Gegebenheiten, also Topografie, Geologie und Wasserverfügbarkeit vor Ort, die ökologischen Rahmenbedingungen, beispielsweise die Qualität des vorhandenen Rohwassers, sowie Alter und Zustand des Versorgungsnetzes.

In einer hügeligen Region muss das Versorgungsunternehmen mehr Aufwand betreiben, um Wasser von A nach B zu transportieren, als im Flachland. In stark bebauten Gebieten gestaltet sich die Instandhaltung des Netzes schwieriger als im ländlichen Raum. Wo der Untergrund zu einem Großteil aus Trümmerschutt besteht, ist ein Versorgungsnetz anfälliger für Beschädigungen als in gewachsenem Boden. Und wo viele Schadstoffe im Grundwasser vorhanden sind, muss mehr investiert werden, um Trinkwasserqualität zu gewährleisten, als in Regionen mit sauberem Quellwasser.

Daher fallen im hügeligen, dicht bebauten Kassel mit großem Trümmerschutt-Anteil im Untergrund die Gebühren höher aus, als beispielsweise in einer ländlichen Gemeinde im Emsland.

Wie verändern sich die Wassergebühren durch die neue Wasserversorgungssatzung?

Ob und wie stark sich Ihre Wassergebühren verändern, hängt von drei Faktoren ab: von Ihrem Wasserverbrauch, der Größe Ihres Wasserzählers und der Anzahl der Wohneinheiten, die sich gegebenenfalls mit Ihnen den Wasseranschluss teilen.

Grundsätzlich gilt: Je mehr Nutzungseinheiten es auf einem Grundstück gibt und je kleiner der verbaute Zähler und der Wasserverbrauch, desto niedriger fällt die Gebühr pro Haushalt aus. Die konkrete Bereitstellungsgebühr berechnen wir anhand der Formel aus der Satzung:

Gibt es ein solches Gebührenmodell schon in anderen Städten?

Ja, ein ähnliches Gebührenmodell wird in Wuppertal angewendet. In Hessen ist die Stadt Kassel zwar die erste Kommune, die dieses umsetzt, aber es steht außer Frage, dass andere Wasserversorger folgen werden. Weil es leistungsgerecht ist und eine Annäherung hin zu den tatsächlichen Kostenstrukturen ermöglicht, was der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) seit vielen Jahren empfiehlt.

Warum gab es in der Vergangenheit eine Rückzahlung von Wassergebühren an die Haushalte?

Im Jahr 2015 wurden 20 Prozent des Wasserentgeltes, das die Städtischen Werke in den Jahren 2008 bis 2012 erhoben hatten, zurückerstattet. Auf dieses Vorgehen hatten sich die Städtischen Werke und die  Landeskartellbehörde in einem Vergleich geeinigt.

Die Wasserversorgung wurde in der Zwischenzeit rekommunalisiert und dem neu gegründeten Eigenbetrieb KASSELWASSER übergeben, dem seither sowohl die Verantwortung für die Abwasserbeseitigung als auch die Wasserversorgung obliegen.


Gebührengerechtigkeit / Gebührenkomponenten

Wie wurden die Komponenten und deren Höhe für die neue Trinkwassergebühr festgelegt?

Entsprechend der Vorgaben des öffentlichen Preisrechts basieren die Gebühren insgesamt auf einer Vorkalkulation der Kosten für die Wasserversorgung in den kommenden Jahren. Diese Kosten werden stark vom Finanzbedarf für die steigenden technischen und qualitativen Anforderungen an die Wassergewinnung, Aufbereitung und Verteilung beeinflusst.

Wie verteilen sich die Kosten der Trinkwasserversorgung?

75 Prozent der Kosten sind Fixkosten, das heißt Anlagenkosten für die Wassergewinnung, die Aufbereitung und Verteilung etc. 25 Prozent der Kosten sind variable Kosten wie Personal- und Sachkosten. Kassel wächst bekanntermaßen und verändert sich ständig. Es muss also kontinuierlich ins Versorgungsnetz  investiert werden, um eine flächendeckende hochwertige Versorgung zu gewährleisten. Und das geschieht auch, wie die aktuellen Beispiele Wasserwerk Nieste oder Hochbehälter Kratzenberg zeigen. Allein in Nieste wurden 4,2 Millionen Euro investiert.

Warum ist das neue Gebührenmodell gerechter?

Die Bereitstellung eines Wasseranschlusses beruht auf einer enorm fixkostenaufwendigen Infrastruktur. Die muss bereitgestellt werden, auch wenn kein Tropfen Wasser verbraucht wird.

An diesen „fixen Kosten“ werden nun alle Bürger unabhängig vom individuellen Verbrauch beteiligt. Denn anders als in der Vergangenheit besteht die neue Trinkwassergebühr nun aus drei Komponenten:

  1. der Zählergebühr, die sich nach Art und Größe des Hausanschlusses richtet.
  2. der Bereitstellungsgebühr, die anhängig von der Anzahl der in einem Haus befindlichen Wohneinheiten ist. Je mehr Wohneinheitenes auf einem Grundstück gibt, desto geringer fällt die Bereitstellungsgebühr pro Wohneinheit aus.
  3. der Mengengebühr, die bei 1,85 Euro pro Kubikmeter liegt, 15 Cent unter dem bisherigen Verbrauchspreis von 2,00 Euro pro Kubikmeter.

Warum gibt es bei der Bereitstellungsgebühr für Wohngebäude eine Abstufung in Abhängigkeit zur Anzahl der Wohneinheiten?

Die Gebührenlogik der neuen Wasserversorgungssatzung folgt der Maxime der Verteilungsgerechtigkeit. Das bedeutet, dass auch die Bereitstellung von Wasser – und nicht wie bisher hauptsächlich der Verbrauch –Gebühren erzeugen. Wenn eine solche Bereitstellung durch mehrere Parteien genutzt wird – wie auf Grundstücken mit einem Zähler und mehreren Wohnungen – ergibt sich im Gebührenmodell eine Kostendegression mit zunehmender Anzahl der Wohneinheiten.

Was bedeutet der Begriff "Bereitstellungsgebühr"

Die Bereitstellungsgebühr ist die ab 01.01.2020 eingeführte Komponente der Grundgebühr, die sich nach der baulichen Grundstücksnutzung, also der Anzahl von Wohn- und Gewerbeeinheiten auf einem Grundstück, richtet. Wie sie konkret berechnet wird, erläutert §15 der Wasserversorgungssatzung. Daneben gibt es weiterhin die zählerbezogene Grundgebührenkomponente.

Ändert sich auch die Höhe der "Zählergebühren"?

Ja, auch die Zählergebühren werden sich verändern. Die konkrete Gebühr hängt von der Zählerart und -größe ab.

Zähler mit EWG-Zulassung
Zähler mit MID-Zulassung
Bisherige Gebühr
Gebühr ab 1.1.2020 (Euro/Zähler)
Wohnungswasserzähler
Wohnungswasserzähler

18,40

25,00
Qn ≤2,5
Q3 ≤418,40 - 21,67
28,33
Qn 6Q3 1021,67
40,00
Qn 10Q3 1646,17
62,33
Qn 15Q3 2562,50
70,00
Qn 40Q3 63144,17
153,33
Qn 60Q3 100209,50
220,00
Qn 150Q3 250503,50
520,00


Lohnt sich nach der Umstellung noch das Wassersparen?

Natürlich lohnt sich der verantwortungsvolle Umgang mit Trinkwasser auch weiterhin. Und zwar nicht nur wirtschaftlich aufgrund der mengenabhängigen Benutzungsgebühr, sondern auch ökologisch.


Gebührenmodell / Berechnungsmodell

Wo erhält man Auskunft bei Fragen zum neuen Gebührenmodell?

Ausführliche Informationen rund um die Wasserversorgungssatzung finden Sie auf hier auf unserer Seite. Sofern Ihre Frage dort nicht beantwortet wird, haben Sie die Möglichkeit, über das Kontaktformular eine individuelle Anfrage zu stellen. Und schließlich stehen Ihnen für telefonische Rückfragen unter dem folgenden Anschluss:

Servicenummer:

(0561) 787-7704 

Warum wurde das Gebührenmodell geändert?

Bei der Überarbeitung des Gebührenmodells lag das Hauptaugenmerk auf der Verteilungsgerechtigkeit und nachhaltigen Sicherstellung der Trinkwasserversorgung. Das, was den Wasserpreis bzw. die Wassergebühren ausmacht, sind die Kosten für die Zurverfügungstellung – von der Gewinnung bis zum Wasserhahn.

Die Kosten für die jederzeitige Verfügbarkeit hochwertigen Wassers in beliebiger Menge sind für jeden Anschluss gleich und sollten gerechterweise auf alle Anschlüsse umgelegt werden. Dabei ist es weniger wichtig, ob ein Haushalt viel oder wenig Wasser verbraucht. Die Leistung, die er erhält, ist, dass er jederzeit so viel Wasser entnehmen kann, wie er möchte.

Was muss ich im nächsten Jahr bezahlen? Abbildung des neuen Gebührenmodells

Das neue Gebührenmodell gilt ab dem 01.01.2020.

Nachfolgend können Sie sich eine erste Übersicht verschaffen, welche Kosten durch das neue Gebührenmodell auf Sie zukommen werden. Sie können bereits erkennen, dass das Gebührenmodell recht komplex ist. Sie können aber mit ein paar wenigen Angaben die zu erwartenden Trinkwassergebühren für 2020 selbst ausrechnen. In der Abbildung wurde vieles zusammengefasst, so dass in dieser Darstellung nicht alles sofort lesbear. Um alles lesen zu können, klicken Sie auf die Abbildung.


Wie berechnet sich die Bereitstellungsgebühr (bei einem Hauswasserzähler) ?

Die Bereitstellungsgebühr wird auf Grundlage dieser Formeln ermittelt:




Am Berechnungsbeispiel erkennt man den Unterschied der Bereitstellungsgebühr für ein Einfamilienhaus im Gegensatz zu einem Sechsfamilienhaus.

Ist eine wohneinheitenbasierte Wassergebühr überhaupt zulässig?

Ja. Zahlreiche Städte nutzen Gebührenmodelle, bei denen die Anzahl der Wohneinheiten eine wesentliche Bemessungsgrundlage zur Ermittlung der Wassergebühr sind. Zudem wurde die Zulässigkeit der Wohneinheiten als Bemessungsgrundlage durch mehrere gerichtliche Instanzen bis hin zum Bundesgerichtshof ausdrücklich bestätigt.

Wann wird ein Grundstück zu gewerblichen Zwecken oder in anderer Weise genutzt?

Ein Grundstück wird zu gewerblichen Zwecken oder in anderer Weise genutzt, wenn:

Mindestens eine in sich abgeschlossene Nutzungseinheit des Grundstücks überwiegend zu gewerblichen Zwecken oder in anderer Weise genutzt wird, ohne dass eine überwiegende Wohnnutzung vorliegt (zum Beispiel ein Vereinsheim).

Woher kommen die beiden Werte 40€ und 50,51€ in der Formel zur Berechnung der Bereitstellungsgebühr?

Der Formel für die Bereitstellungsgebühr liegt eine detaillierte Kalkulation der zukünftigen Kosten nach den Vorgaben des öffentlichen Preisrechts zu Grunde. Die beiden Werte entsprechen den spezifischen jährlichen Unterhaltungskosten für die Hausanschlüsse (40€, dieser Anteil der Bereitstellungsgebühr nimmt daher mit zunehmender Anzahl der Nutzungseinheiten an einer Anschlussleitung ab) und für die Versorgungsleitungen und Wassergewinnungsanlagen (50,51€).


Bescheide / Fälligkeiten / Ablesung / Abrechnung

Auf meinem Gebührenbescheid steht „Stadt Kassel“, ich wurde aber an KASSELWASSER verwiesen. Wer ist denn mein Wasserversorger?

Zuständig für die Wasserversorgung ist die Stadt Kassel. Ihren Gebührenbescheid erhalten Sie von dem Amt für Kämmerei und Steuern. KASSELWASSER ist ein kommunaler Eigenbetrieb der Stadt, der u.a. für die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung zuständig, aber rechtlich nicht selbstständig ist. Als Dienstleisterinnen sind auch Städtische Werke Netz + Service GmbH für die Wasserversorgung und Städtische Werke AG im Kundenservice tätig.

Welche Bescheide gibt es künftig?

Zum 01.01.2020 erhalten alle Gebührenpflichtigen einen Bescheid über den Beginn der Gebührenpflicht gemäß der dann gültigen Wasserversorgungssatzung. Im Laufe des Jahres erfolgt dann wie gewohnt eine Ablesung, auf deren Basis ein Gebührenbescheid ergeht.

Welche Folgen haben falsche oder fehlende Angaben bei der Anzahl der Wohneinheiten?

Falsche oder fehlende Angaben müssen korrigiert werden. Sie stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die gemäß den in § 28 der Wasserversorgungssatzung genannten Bußgeldern geahndet wird.

Muss ich im Vorfeld irgendetwas beachten oder tun?

Tatsächlich werden wir schon im Vorfeld zweimal auf Sie zukommen.

Einerseits benötigen wir einige Daten von Ihnen, um die Gebühren gemäß der neuen Satzung berechnen zu können. Dazu erhalten alle Grundstückseigentümer (bzw. deren Bevollmächtigte wie beispielsweise Hausverwaltungen) bereits im ersten Halbjahr 2019 ein Formular [JZ1] von uns, mit der Bitte, es auszufüllen und an uns zurück zu senden.

Andererseits senden wir allen Gebührenpflichtigen rechtzeitig vor dem Jahreswechsel 2019/2020 eine Zählerstandabfrage zu, auf deren Basis wir Ihren Schlussbescheid nach alter Satzung zum 31.12.2019 erstellen.

Wie wird meine neue Vorauszahlung festgesetzt?

Für die Vorauszahlung wird die Grundgebühr auf Basis der von Ihnen gemachten Angaben ermittelt und der Mengenverbrauch anhand historischer Verbrauchsdaten prognostiziert. Aufgrund des zukünftig gemeinsamen Bescheides für Trink- und Schmutzwasser wird der bislang separat ausgewiesene Gebührenbetrag in die Vorauszahlung integriert.

Welche Fälligkeiten gelten ab dem 01.01.2020?

Es bleibt auch weiterhin bei monatlicher Fälligkeit für die Trinkwasser-Vorauszahlungen, sofern Sie nicht eine jährliche Zahlung beantragt haben.

Ändert sich mein Kassenzeichen durch die Satzungsänderung?

Ja, zum 01.01.2020 weisen wir Ihnen ein neues Kassenzeichen zu, das für die Trinkwasser- und Schmutzwasser-Gebühren gilt und die zwei alten Kassenzeichen ersetzt.

Wird der Trinkwasserzähler weiter zum gleichen Termin abgelesen?

Grundsätzlich bleibt es bei den gewohnten Zeitpunkten, Änderungen sind im Einzelfall möglich.

Gibt es die Möglichkeit einer Zwischenabrechnung?

Es ist möglich, eine Zwischenabrechnung auf Ihre Kosten zu beantragen, für die dann auch eine Ablesung erfolgen kann. Die Gebühren dafür finden Sie in Anhang II der Wasserversorgungssatzung.

Ändert sich an meinen SEPA-Mandaten zur Abbuchung der Gebühren etwas?

Bestehende SEPA-Mandate für die Trink- und Schmutzwassergebühren behalten ihre Gültigkeit, sofern beide Mandate für dasselbe Konto erteilt wurden.

Werden Trink- und Schmutzwassergebühren bisher von verschiedenen Konten abgebucht, gilt es zu klären, von welchem Konto zukünftig der Gesamtbetrag abgebucht werden soll. Wir melden uns rechtzeitig bei Ihnen, um diese Frage zu klären.

Gleiches gilt, wenn Sie bisher noch kein SEPA-Mandat erteilt haben.

Wie wird sichergestellt, dass die höheren Gebühren erst ab 01. 01.2020 abgerechnet werden?

Die neue Wasserversorgungssatzung tritt zum 01.01.2020 in Kraft. Zum 31.12.2019 erhalten deshalb alle Bürger einen Schlussbescheid. Ab dem Satzungswechsel werden neue Kassenzeichen verwendet. So ist sichergestellt, dass nichts durcheinander gerät.


Mieter

Wie wirkt sich die Gebührenumstellung auf Haushalte in Mehrfamilienhäusern aus?

Die neue Wasserversorgungssatzung sieht eine Grundgebühr mit Komponenten für Zähler sowie Bereitstellung vor. Die Komponente für die Bereitstellung nimmt mit der Anzahl der Nutzungseinheiten in dem Gebäude pro einzelner Nutzungseinheit ab.

Wie kann ich als Mieter meine Wasserkosten erfahren?

Sofern Wassergebühren durch Ihren Vermieter entrichtet werden, muss er Ihnen diese im Rahmen der Nebenkostenabrechnung nachweisen. KASSELWASSER darf Ihnen leider aufgrund der Datenschutzvorschriften keine individuelle Auskunft erteilen.

Woher weiß KASSELWASSER, ob ich in einem Ein- oder Mehrfamilienhaus wohne bzw. wie viele Wohneinheiten sich einen Grundstücksanschluss teilen?

Jeder Anschlussnehmer ist verpflichtet, die Anzahl der Wohneinheiten an seinem Wasseranschluss anzugeben. Damit uns alle Angaben rechtzeitig vor dem 01.01.2020 vorliegen, fragen wir diese bereits im ersten Halbjahr 2019 bei sämtlichen Grundstückseigentümern (bzw. deren Bevollmächtigten wie beispielsweise Hausverwaltungen) ab. Sollte sich zu einem späteren Zeitpunkt eine Änderung ergeben, besteht die Verpflichtung, dies mitzuteilen.

Wie wirkt sich die Gebührenumstellung auf Häuser mit Wohnungswasserzählern aus?

Die neue Wasserversorgungssatzung sieht eine Grundgebühr mit Komponenten für Zähler sowie Bereitstellung vor. Die Komponente für Bereitstellung nimmt pro Wohnung mit zunehmender Anzahl der Wohnungen in dem Gebäude ab.

Ich bin nur Mieter einer Wohnung, aber nicht Gebäudeeigentümer. Kann ich Ihr Schreiben als gegenstandslos betrachten?

Gemäß Wasserversorgungssatzung sind neben dem Eigentümer auch Sie als Wasserabnehmer verpflichtet, die zur Umsetzung des neuen Gebührenmodells erforderlichen Informationen zu übermitteln. Sie wären ohne triftigen Grund nicht angeschrieben worden, in der Regel erfolgte dies, weil die Eigentumsverhältnisse in dem von ihnen genutzten Gebäude ohne weiteres keinen eindeutigen Bezug zu dem / den eingebauten Wasserzähler(n) zuließen. Gerne können Sie uns die Informationen zu dem /den Eigentümern Ihres genutzten Objektes zukommen lassen. Bitte beantworten Sie für die durch Sie angemieteten Nutzungseinheiten (und ggf. für alle dort vorhandenen Wasserzähler) aber unbedingt trotzdem die Fragen nach Art und Anzahl der Nutzungseinheiten. Durch Nutzung unseres komfortablen Onlinetools erfordert dies für Sie nur einen sehr geringen Zeitaufwand. Vielen Dank für Ihre Mithilfe!


Haus- und Grundstückseigentümer / Berechnungsbeispiel

Ich vermiete Wohnungen. Die Mieter zahlen Ihre Wassergebühren selbst. Ändert sich für mich etwas?

Sie sind gemäß § 25 der Wasserversorgungssatzung verpflichtet, uns die Daten zu übermitteln, die wir für die korrekte Gebührenerhebung Ihrer vermieteten Wohnungen benötigen.

Unverändert bleibt, dass, sollte einer Ihrer Mieter seinen Gebührenpflichten nicht nachkommen, wir Sie gesamtschuldnerisch hierfür in Anspruch nehmen können.

Ich vermiete ein Grundstück an mehrere Gewerbebetriebe. Wie berechnet sich der in der Satzung genannte Wohneinheitengleichwert, der in die Berechnung der Bereitstellungsgebühr einfließt?

Der Wohneinheitengleichwert ergibt sich – je nach örtlichen Gegebenheiten – aus der Baugröße der vorhandenen Zähler ODER der Anzahl der Gewerbeeinheiten, die sich auf dem Grundstück befinden.

  1. Möglichen Wohneinheitengleichwert anhand der Zähler ermitteln
    Den Wohneinheitengleichwert können Sie anhand der Zählergröße gemäß der folgenden Tabelle ermitteln:
Zähler mit MID-Zulassung
Zähler mit EWG-Zulassung
Wohneinheitengleichwert ("Anschlusswert")
Wohnungswasserzähler
Wohnungswasserzähler
1,0
Qn 1,5Q3 2,5
1,0
Qn ≤2,5Q3 41,0
Qn 6 Q3 106,0
Qn 10 Q3 1610,0
Qn 15 Q3 2515,0
Qn 40Q3 6340,0
Qn 60Q3 10060,0
Qn 150Q3 250150,0

Bitte beachten Sie: Sind mehrere Zähler verbaut, werden deren Werte zusammengerechnet.
Bei alternativen Messungen, beispielsweise über Verbundzähler, wird nur der größte Zähler berücksichtigt.

2.    Möglichen Wohneinheitengleichwert anhand der Gewerbeeinheiten ermitteln                                                                                                                                   Die Anzahl der Gewerbeeinheiten entspricht dem Wohneinheitengleichwert

3.    Höheren Wert verwenden                                                                                                                                                                                                                       Ist der anhand der Zählergröße ermittelte Wohneinheitengleichwert größer als die Anzahl der Gewerbeeinheiten, wird dieser als Anschlusswert herangezogen. Übersteigt die Anzahl der Gewerbeeinheiten jedoch den anhand des Zählers ermittelten Wohneinheitengleichwert, gilt sie als Anschlusswert.

Werden Wohngebäude anders als Gewerbebetriebe behandelt?

Ja, für die Bereitstellungsgebühr gilt bei Wohngebäuden, anders als bei Gewerbebetrieben, nicht das Höchstwertprinzip für die Ermittlung der Nutzungseinheiten. Konkret kommt es bei Wohngebäuden ausschließlich auf die Anzahl der Wohneinheiten an, während bei Gewerbebetrieben auch die Zählergröße einen Einfluss haben kann.

Ist die Bereitstellungsgebühr für Wohngebäude günstiger als die Bereitstellungsgebühr für Gewerbe?

Dies kann unter Umständen möglich sein. Bei der korrekten Zuordnung des Grundstücks ist die Anzahl der baulichen Nutzungseinheiten für die Höhe der Bereitstellungsgebühr ausschlaggebend. Bei Grundstücken mit gewerblicher Nutzung wird der Wohneinheitengleichwert unter Heranziehung der Größe und des maximalen Nenndurchflusses des Wasserzählers gebildet. Des Weiteren gilt, ist die Anzahl der gewerblich genutzten Einheiten größer als der Wohneinheitengleichwert, gilt diese Anzahl als Maßgabe.

Wozu wird die genaue Anzahl an Nutzungs- bzw. Wohneinheiten benötigt?

Die Anzahl der Nutzungseinheiten ist die Bemessungsgrundlage für die neue Bereitstellungsgebühr. Bei rein wohnlich genutzten Gebäuden entspricht sie der Anzahl der Wohneinheiten. Bei zumindest teilweise gewerblich oder anderweitig genutzten Gebäuden ist die Anzahl der Nutzungseinheiten im Rahmen des Höchstwertprinzips ebenfalls Bemessungsgrundlage der Bereitstellungsgebühr.

Müssen Vermieter jetzt Ihre Betriebskostenabrechnung ändern?

Für Vermieter ändert sich die Berechnungsgrundlage durch das neue Gebührenmodell. Für die Betriebskostenabrechnung kommt neben der Zählergebühr und der Benutzungsgebühr noch die neue Bereitstellungsgebühr hinzu.

Wird die Bereitstellungsgebühr auch für leerstehende Wohnungen fällig?

Ja. Die Bereitstellungsgebühr bemisst sich nach der Anzahl aller baulichen Nutzungseinheiten auf dem angeschlossenen Grundstück.

Wie kann ich die Bereitstellungsgebühr für mein Wohngebäude selbst ermitteln?

Für die Ermittlung der Bereitstellungsgebühr bei Wohngebäuden ist die Anzahl der Wohneinheiten ausschlaggebend. Über die Tabelle in § 15 (2) der Wasserversorgungssatzung kann die Bereitstellungsgebühr bis zu zehn Wohneinheiten ermittelt werden. Darüber hinaus über die Formel:

Kann zwischen den Bereitstellungsgebühren für Wohngebäude und Gewerbe gewechselt werden?

Nein. Für die Bereitstellungsgebühr ist die Art und Anzahl der baulichen Nutzungseinheiten auf dem angeschlossenen Grundstück ausschlaggebend.

In meinem Haus habe ich zwei Wohnungen vermietet, habe dort selbst meine Wohnung und im Erdgeschoss zusätzlich meinen Betrieb. Wie berechnet sich die Bereitstellungsgebühr?

Die Bereitstellungsgebühr für ein Grundstück wird anhand der Formel aus §15 der Wasserversorgungssatzung berechnet:

Wird ein Grundstück sowohl gewerblich als auch zu Wohnzwecken genutzt, muss neben den vorhandenen Zählern auch die Anzahl der Nutzungseinheiten (Wohneinheiten und gewerbliche Einheiten) geprüft werden, um den Wohneinheitengleichwert zu ermitteln.

Für jeden Zähler wird der Wohneinheitengleichwert gemäß der Tabelle aus §15 (3) der Wasserversorgungssatzung anhand seines Nenndurchflusses ermittelt. Wenn die Summe dieser Wohneinheitengleichwerte größer ist als die Anzahl der Nutzungseinheiten, wird dieser anhand der Zählergröße ermittelte Wohneinheitengleichwert zur Ermittlung der Bereitstellungsgebühr verwendet. Ist dagegen die Anzahl der Nutzungseinheiten größer, gilt diese (Erklärung dazu in der Wasserversorgungssatzung §15 (3)).


Zähler mit EWG
-Zulassung


Zähler mit MID
-Zulassung

Max. Nenndurchfluss

m3/h


Wohneinheitengleichwert

(bzw. „Anschlusswert“)

WohnungswasserzählerWohnungswasserzähler3,0
1,0
Qn 1,5
Q3 2,5
5,0
1,0
Qn ≤2,5Q3 45,0
1,0
Qn 6Q3 1012,0
6,0
Qn 10Q3 1620,0
10,0
Qn 15Q3 2530,0
15,0
Qn 40Q3 6380,0
40,0
Qn 60Q3 100120,0
60,0
Qn 150Q3 250300,0
150,0

Wie hoch der Anschlusswert im oben beschriebenen Beispiel ausfällt, kommt also auf die Anzahl und Größe der vorhandenen Zähler an.

Beispiel 1

Nehmen wir an, der Eigentümer hat einen Zähler Qn 2,5 mit dem sowohl der Verbrauch seines Betriebes als auch seiner Wohnung gemessen wird. Die beiden vermieteten Wohnungen haben jeweils einen Zähler mit Qn 1,5. Damit ergibt sich als Summe der Wohneinheitengleichwerte 1+1+1=3. Die Anzahl der Nutzungseinheiten ist größer – in diesem Fall vier – (Eigentümer privat, Eigentümer gewerblich, Mieter 1, Mieter 2) und gilt deshalb als Grundlage für die Berechnung der Bereitstellungsgebühr.Für Gewerbebetrieb und die eigenbewohnte Wohnung, berechnet sich die Bereitstellungsgebühr als:

Für die erste Wohnung der beiden vermieteten Wohnungen ergibt sich:

Für die zweite Wohnung der beiden vermieteten Wohnungen ergibt sich:

In Summe für das gesamte Gebäude werden also 242,04 Euro fällig und verteilen sich auf insgesamt drei Gebührenbescheide.


Beispiel 2

Anders verhielte sich der Fall mit einem größeren Zähler in der gewerblichen genutzten Einheit. Wäre hier ein Zähler Qn 6 verbaut, ergäbe sich als Wohneinheitengleichwert  6+1+1=8. Weil der Wert größer ist als die Anzahl der Nutzungseinheiten (unverändert vier), wird er zur Berechnung der Bereitstellungsgebühr herangezogen. Nehmen wir uns das letzte Beispiel mit dem Qn6-Zähler für Gewerbebetrieb und die eigenbewohnte Wohnung, berechnet sich die Bereitstellungsgebühr als:

Für die erste der beiden vermieteten Wohnungen ergibt sich:

Für die zweite der beiden vermieteten Wohnungen ergibt sich:

In Summe für das gesamte Gebäude werden also 444,08 Euro fällig und verteilen sich auf insgesamt drei Gebührenbescheide.


Technik / Wasseranschluss / Zähler / Sonstiges

Ist wegen der Umstellung des Gebührenmodells ein Austausch meines bisherigen Wasserzählers nötig?

Nein. Weiterhin erfolgt ein Austausch nur zum Ende der Eichgültigkeit. Sollten Sie Ihren Zähler außerplanmäßig ändern wollen, erfolgt die gewünschte Vergrößerung oder Verkleinerung auf Ihre Kosten.

Führt ein Zählerausbau zum Wegfall der Bereitstellungsgebühr für ein Gebäude?

Nein. Solange der Anschluss des Grundstücks mit der Wasserversorgungsanlage verbunden ist, besteht die Verpflichtung zur Entrichtung der Benutzungsgebühr.

Wie werden Vereine im neuen Tarifsystem behandelt?

Wie allen anderen Wasserabnehmer auch, rechnen wir bei Vereinen deren konkrete Situation bezüglich Nutzungseinheiten, Zähler und Verbrauch ab. Dabei sind sie gewerblichen Nutzungseinheiten gleichgestellt.

Ändert sich an den Gebühren für Zusatzleistungen ebenfalls etwas?

Ja und Nein. Die meisten Gebühren – etwa die für Zwischenabrechnungen, Inbetriebsetzung etc. – bleiben unverändert. Lediglich die Leihgebühren für Hydranten-Standrohre ändern sich.

Das bisherige Gebührenmodell für sie bestand aus einer einmaligen Bearbeitungsgebühr in Höhe von 8,95 Euro sowie einer Nutzungsgebühr, die je nach Nenndurchfluss des Rohres zwischen 1,46 bis 1,89 Euro pro Tag betrug.

Künftig wird für alle Hydranten-Standrohre die gleiche Gebühr fällig. Sie besteht aus einer einmalig pro Ausleihe zu entrichtende Grundgebühr von 30 Euro. Die tägliche Nutzungsgebühr beträgt 5,55 Euro.


Warum erhöhen sich die Gebühren für Hydranten-Standrohre?

Die Gebühren für Standrohr-Nutzung sind ebenso wie alle Gebühren auf die Deckung der tatsächlichen Kosten ausgelegt. Hydranten-Standrohre unterliegen als Bestandteile des Wasserversorgungsnetzes den dort üblichen Qualitäts- und Hygienestandards. Zu den neu kalkulierten Gebühren führen insbesondere die hohen Kosten für regelmäßig erforderliche Reparaturen an den Standrohren.

Was muss ich tun, wenn ich möchte, dass mein Zähler ausgetauscht wird?

Wenn Sie eine technische Anlagenanpassung (Vergrößerung oder Verkleinerung) wünschen, muss ein hierfür akkreditiertes Installationsunternehmen einen entsprechenden Antrag stellen.

Wie wird bei Neuanschlüssen die "Anzahl der Wohneinheiten" ermittelt?

Bei der Beantragung eines neuen Wasserhausanschlusses muss die Art und Anzahl der Wohneinheiten vom Antragsteller angegeben werden.

Meinen Hausanschluss habe ich vor 1980 selbst bezahlt. Warum soll ich jetzt sowohl die Bereitstellungsgebühr als auch Erneuerungs- und Unterhaltungskosten für meine Anschlussleitung bezahlen?

Seit jeher tragen Bauherren die Kosten für die Hausanschlüsse, im Fachjargon Anschlussleitungen genannt, selber. Allerdings hat sich im Jahr 1980 ein wichtiges Detail verändert: Anschlüsse, die vor dem 1.4.1980 errichtet wurden, sind in das Eigentum der Bauherren übergegangen. Damit sind sie Eigentümer und bis heute unterhaltungspflichtig. Später errichtete Anschlussleitungen wurden zwar auch vom Anschlussnehmer bezahlt, sind aber mit der Inbetriebnahme in das Eigentum von KASSELWASSER übernommen worden. Somit ist der Eigenbetrieb Eigentümer und unterhaltungspflichtig. Sie finden die entsprechende Erklärung in der Satzung § 24 (1).

Die Bereitstellungsgebühr wird in beiden Fällen berechnet, denn mit der Bereitstellungsgebühr werden nicht die Kosten abgegolten, die für die Unterhaltung und Erneuerung einer Anschlussleitung anfallen. Sie deckt die Kosten ab, die kontinuierlich für die Bereitstellung und den Betrieb der gesamte Wassergewinnung, -aufbereitung und -verteilung anfallen. Diese sind zum großen Teil nicht von der bezogenen Wassermenge abhängig.

Ich habe die Aufforderung zur Selbstauskunft erhalten, und möchte den auf meinem Handy installierten QR-Codescanner nutzen um zum Eingabeportal zu gelangen. Warum funktioniert das nicht?

Um direkt zum Eingabeportal zu gelangen, können Sie den QR-Code auf der ersten Seite des Schreibens verwenden, wenn eine entsprechende App auf Ihrem Endgerät installiert ist. Falls der QR-Code von Ihrer App nicht gelesen werden kann, liegt möglicherweise eine Verwechslung vor: Auf den letzten Seiten des Schreibens (dem Papierformular für eine alternative Rücksendung per Post) ist ein Barcode enthalten, der manchmal mit dem QR-Code verwechselt wird. Der auf der ersten Seite befindliche QR-Code ist rechteckig. Wenn es mit ihm nicht funktioniert, können die Internetseite aber auch per manueller Eingabe aufrufen. Die Adresse lautet https://selbstauskunft.kassel.de und ist selbstverständlich auch in Ihrem Schreiben enthalten.

In meiner Wohnung gibt es mehrere Zähler. Soll ich für jeden Zähler meine eine Wohneinheit angeben, oder nur für Einen und für die Anderen keine?

Bitte geben Sie für jeden der Zähler als Anzahl der Nutzungseinheit eine Eins an. Da alle Zähler einer Nutzungseinheit zugeordnet werden müssen, ist nur so die korrekte Berechnung der Gebühren gewährleistet. Und keine Sorge: die Angabe derselben Wohneinheit für mehrere Zähler führt nicht zu höheren Bereitstellungsgebühren.

Übrigens trifft dies analog auch für gewerbliche genutzte Einheiten mit mehreren Zählern zu.