Menü Home

Fast drei Viertel der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt, doch nur 2,5 % des gesamten Wasseraufkommens sind Süßwasser, wovon wieder über 90 % als Gletscher und Polareis nicht verfügbar sind.

Seit der Industrialisierung im letzten Jahrhundert stieg der Wasserverbrauch und somit die Abwassermenge sprunghaft an. Die Selbstreinigungskraft der Gewässer reichte somit nicht mehr aus, diese Schmutzfrachten abzubauen. Es wurde daher notwendig, die anfallenden Abwässer zu reinigen.

Es ist ein langer Weg, bis Abwasser sauber und optimal gereinigt wieder in den natürlichen Wasserkreislauf, in unserem Fall die Fulda, gegeben werden kann.

Beim Abwasser handelt es sich zum größten Teil um Ableitungen aus privaten Haushalten, die beim Duschen, Baden, Waschen oder WC-Spülen anfallen.

Abwasser fällt nicht nur beim Toilettenspülen an. Auch beim Waschen, Duschen oder beim Baden wird Abwasser produziert.

Aber auch die gewerblichen und produzierenden Unternehmen, Krankenhäuser, Behörden, Schulen und viele mehr leiten ihre Abwässer in die Rohre von KASSELWASSER.

Und schließlich ist es das Regenwasser von Kassels Straßen und Dächern, das dazu beiträgt, dass täglich bis zu 260 Millionen Liter Abwasser gereinigt werden müssen.

Alle Rohre führen zu uns

In Kassel fließt das Abwasser durch das rund 830 km lange Kanalnetz zum Klärwerk.

Im Jahre 2012 durchliefen die Kläranlage ca. 26 Millionen m³ Abwasser. Etwa die gleiche Menge Wasser wird geklärt und gereinigt über die Fulda dem natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt.

Neben dem Rohabwasser gehen der Kläranlage zahlreiche weitere Stoffe zu. Dabei handelt es sich um Fäkalschlamm aus Chemietoiletten, Kleinkläranlagen und Klärgruben, um Fettabscheiderrückstände aus Gaststätten, Großküchen und Metzgereien und um Spülwasser aus der Produktion von Infusionslösungen.

Aus dem Abwasser werden über 4.690 Tonnen / Jahr Feststoffe zurückgehalten. Die Stoffe werden in unterschiedlichen Verfahren vom Abwasser getrennt und dann der Verwertung zugeführt.
Der in der Kläranlage gewonnene Klärschlamm geht zu 100 % in die Verwertung. Er eignet sich zum Düngen genauso gut wie zum Verbrennen.

Aus dem Methangas, welches beim Ausfaulen des Klärschlammes gewonnen wird, wird Energie gewonnen, die zum Heizen und zum Stromerzeugen genutzt wird.

Stoffstrommanagement